Badeanstalt Niedernjesa – kühles, sauberes Leine-Wasser

Im Sommer lockt die „Badeanstalt“ zum Schwimmen. Im Jahr 1935 oder ‘36 fand im Spätsommer an der Schleuse – so wurde das Wehr an der Leine genannt – ein Schwimmfest statt. Die Kinder der Schule Niedernjesa sollten zeigen, was sie beim Unterricht von Lehrer Engelke gelernt hatten.

An jener Stelle führte damals eine alte Holzbrücke über den Fluss. Die Betonaufleger dieser Brücke sieht man heute noch. Sie liegen direkt flussaufwärts von der jetzigen Brücke.

Viele Zuschauer aus dem Dort hatten sich zu dem Ereignis eingefunden. Immer dichter wurde die Zuschauermenge, die sich auf der Brücke drängte. Plötzlich fing das alte Brückenholz an zu ächzen und bevor die Zuschauer die Gefahr wahrnahmen, krachte es laut und die Bretter brachen ein.

Der kleine Hermann Bachmann aus der Winkelstraße konnte nicht schwimmen, wurde ins Wasser gerissen und tauchte vor aller Augen in den Wellen unter. Zum Glück wurde die kritische Lage des Jungen schnell entdeckt und eine rettende Hand zog ihn aus dem Wasser.

2004 wurde die heutige Friedel-Holzapfel-Brücke errichtet. Unser ehemaliger Ortsbürgermeister hat sich aktiv für die Neuerrichtung eingesetzt.

Text nach Maj-Britt Lindemann, Dorfchronik S. 120

  • Gehe nur zum Baden, wenn du dich wohl und sicher fühlst.
  • Springe nur ins Wasser, wenn es frei und tief genug ist.
  • Gehe niemals mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser.
  • Gehe als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser.
  • Rufe nie um Hilfe, wenn du nicht wirklich in Gefahr bist, aber hilf anderen, wenn sie Hilfe brauchen.
  • Überschätze dich und deine Kraft nicht.
  • Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlasse das Wasser sofort und suche ein festes Gebäude auf.
  • Halte das Wasser und seine Umgebung sauber, wirf Abfälle in den Mülleimer.
  • Aufblasbare Schwimmhilfen bieten dir keine Sicherheit im Wasser.

Baderegeln nach DLRG