Hochwasser – Naturkatastrophen im Dorf

Heimsuchung durch Wasser- und Schlammmassen

Im Gedächtnis der Dorfgemeinschaft sind insbesondere drei Hochwasser geblieben: 1909, 1961 und 1981. Im Februar 1909 setzte eine Schneeschmelze ein – bei gleichzeitig gefrorenen Böden führte das zu einem sehr hohen Hochwasser.

Otto Weitemeyer und Else Seliger berichten aus den Erzählungen der Eltern, dass das Hochwasser im Bauernhof „Zu den Rohräckern“ durch die Fenster des Erdgeschosses in die Wohnung floss. Alle Tiere, Menschen und Gegenstände wurden in das 1. Obergeschoss gerettet.

Drei Tage und drei Nächte dauerte das Hochwasser. Ein Lichtblick in diesen dunklen Tagen war zum Ende des Hochwassers die Geburt von Hermann Fette mit Hilfe der Hebamme Frau Schlieper.

Das Hochwasser 1981 wurde durch schwere Gewitter mit Niederschlägen bis zu 135 Liter auf den Quadratmeter verursacht. In der Winkelstraße stieg das Wasser so hoch, dass die Straße nur mit einem Boot zu befahren war. Der Scheitel der Mauer vor Hausnummer 12 markiert ungefähr die Höhe der Überschwemmung.

„Schreckensnacht über Südhannover“ titelt das Tageblatt am 3. Juni. Zuvor geht ein Unwetter „mit nicht enden wollenden Gewittern“ über dem südhannoverschen und nordhessischen Raum nieder … Auf der B 27 zwischen Stockhausen und Niedernjesa wird eine Brücke über dem Wendebach weggeschwemmt … Einiges Kleinvieh stirbt, aber auch ein Rind kommt in den Fluten um. Menschen kommen in der Region nicht zu Schaden.

Bilder und Informationen: Dorfchronik S. 230f.; Horst Lösel; Else Seliger und Otto Weitemeyer, Marianne Mazet