Leinemühle Niedernjesa: Früher Getreide – heute Strom

Wasserkraft der Leine nutzen

Bereits seit der Antike nutzt der Mensch die Wasserkraft mit Mühlen. Sie sind eine der ältesten Möglichkeiten, sich die Naturkräfte zu nutzen zu machen.

Die erstmalige Erwähnung der Leinemühle können wir auf das Jahr 1456 zurückverfolgen. In einer Handschrift wird der Müller als Schatzungspflichtiger genannt. Unmittelbaren Bezug zu Niedernjesa finden wir bspw. im Jahr 1893 in den Unterlagen der Meliorationsgenossenschaft. Dort wird ein Rechtsstreit wegen der Entziehung von Wasser aus dem Mühlengraben angekündigt.

Die sogenannte Engelhardt`sche Mühle wurde damals von Müllermeister August Bartens sen. betrieben. Die Witwe Caroline Engelhardt konnte die Mühle nach dem Tod ihres Mannes nicht alleine betreuen. Die Mühle blieb dann zwei Generationen in der Hand der Familie Bartens.

Die Müllertätigkeit wurde im Jahr 1968 aufgegeben und die Mühle abgerissen. Im Bild unten ist die Mühle das große Fachwerkgebäude in der Mitte. Einzig das Wohnhaus des Müllers auf der Insel sowie der Dreschschuppen sind erhalten geblieben.

Bereits seit 1959 wird an dieser Stelle umwelt-freundlicher Strom durch Wasserkraft erzeugt.

Informationen und Bilder: Dorfchronik Seite 55-56; Meliorationsgenossenschaft; Detlef Grewe