Pumpstation Niedernjesa – Abwasserentsorgung der Region

Niedernjesa hat keine eigene Kläranlage. Damit das Abwasser behandelt werden kann, muss es in Richtung Göttingen gepumpt werden. Es kann nicht mit natürlichem Gefälle dorthin gelangen, da sich auf dem Weg der Weizenberg erhebt. Das vor uns stehende Häuschen ist die Pumpstation.

In dieser fließen aber nicht nur die Abwässer von Niedernjesa sondern gleich von 29 Ortschaften (aus den Gem. Friedland, Rosdorf, Neu-Eichenberg sowie von drei Ortschaften aus Dransfeld) zusammen. Insgesamt verlassen sich rund 13.500 Personen auf die Technik in diesem Häuschen.

Die Hauptabwasserleitung kommt aus Richtung Süden über den Grünen Weg zur Pumpstation. Dabei hat die erste Toilettenspülung schon über 18 km Strecke zurückgelegt – insgesamt umfasst das Netz 150 km!

1974 erbaut, beträgt der größte Rohrdurchmesser 600 mm. 2004 wurde der Kessel – dort fließen die Abwässer zusammen – erneuert. 2010 sind die Pumpen auf den neusten Stand gebracht worden.

Und die leisten wahrlich die Drecksarbeit. Maximal können 750 m³ in der Stunde gepumpt werden. Das sind rund 3.750 Badewannen à 200 l. Über das ganze Jahr summiert sich die Menge auf 1,5 bis 1,8 Millionen Kubikmeter Abwasser.