Schleusenhaus – Arbeits-/ Wohnort der Wiesenwärter

Wiesenbewässerung bis nach Geismar

Von der Friedel-Holzapfel-Brücke bis nach Rosdorf (westlich der Leine) und auf der östlichen Leineseite bis nach Geismar wurden die Wiesen ab dem Jahr 1875 künstlich bewässert. An das Wirkungsgebiet der Meliorationsgenossenschaft Niedernjesa schließt das der 1884 gegründeten Genossenschaft Rosdorf-Geismar-Reinshof-Niedernjesa an.

Nach deren Gründung wurde ein Wiesenwärter mit dreimonatiger Kündigungsfrist eingestellt. Im Haus an der Leine – etwas außerhalb des Dorfgebietes Niedernjesa – hatten Herr Seebode und Herr Engelke die Funktion des Wiesenwärters inne. Beide waren auch im Auftrag der Meliorationsgenossenschaft Niedernjesa tätig. Sie hatten gemäß des Meliorationsplans alle Parzellen der Wiesen nach ihrem verhältnismäßigen Anteil zu versorgen.

Die Bewässerungsgräben führten sowohl östlich als auch westlich der Leine mit teilweise drei Strängen in nördliche Richtung. Westlich schließt der Graben bis zur Bahnstrecke auf bevor er sich am Übergang der Flurstücke „Am Osteranger“ und „Landwehr“ aufteilt (landschaftlich durch die Strauch- und Baumreihe zu erkennen) und dann an der Bahn und der Straße weiter Richtung Norden verläuft und dort in die Rase bzw. Leine mündet.

Informationen nach Manfred Hempfing, Herrn Curdt aus Rosdorf und Ulrich Büschen, Bild: Dorfchronik Seite 50